Persönlichkeitsstörungen in der rechtspsychologischen Praxis

Wissenschaftlich fundiert. Praxisnah.
Im Rahmen der Fortbildungssäule des HIGFW laden wir Sie herzlich zu einer zweitägigen Fortbildung zum Verständnis, zur Einordnung und zum professionellen Umgang mit Persönlichkeitsstörungen und verwandten diagnostischen Kategorien ein.

Die Fortbildung widmet sich der wissenschaftlich fundierten Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung von Persönlichkeitsstörungen und angrenzenden diagnostischen Kategorien. Ziel ist es, den Teilnehmenden tragfähige theoretische Modelle sowie praxisrelevante Heuristiken an die Hand zu geben, um interaktionelle Schwierigkeiten im diagnostischen, therapeutischen und gutachterlichen Kontext differenzierter verstehen und einordnen zu können.

Im Zentrum steht dabei das Modell der Doppelten Handlungsregulation (vgl. Sachse, 2019), das systematisch herangezogen wird, um typische interaktionelle Muster, dysfunktionale Regulationsprozesse und daraus resultierende Beziehungsdynamiken nachvollziehbar zu machen. Die theoretischen Konzepte werden anhand ausgewählter Medien und Fallvignetten anschaulich und praxisnah verdeutlicht.

Ein besonderer Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf manipulativen Prozessen im diagnostischen, therapeutischen und gutachterlichen Kontext. Die Teilnehmenden werden für die Risiken einer Chronifizierung und Exazerbation einer psychopathologischen Symptomatik und abnormer Verhaltensweisen sensibilisiert, die sich aus diagnostischen Fehleinschätzungen, inadäquatem Umgang oder unzureichend reflektierten gutachterlichen Empfehlungen ergeben können.

Die Fortbildung verfolgt das Ziel, die diagnostische Urteilssicherheit zu erhöhen, typische Interaktionsfallen frühzeitig zu erkennen und professionelle Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit komplexen Persönlichkeitsdynamiken zu erweitern.

Die Veranstaltung richtet sich an rechtspsychologisch arbeitende Sachverständige, die mit Persönlichkeitsstörungen in Diagnostik, Therapie oder Begutachtung befasst sind oder ihre Kenntnisse auf eine fundierte theoretische Basis stellen möchten.

Referent

Dipl.-Psych. Sebastian Hermes
Psychologischer Psychotherapeut

Dipl.-Psych. Sebastian Hermes, Psychologischer Psychotherapeut. Verhaltenstherapeutische Ausbildung beim IPP Bochum (Prof. Dr. Rainer Sachse), Schwerpunkt auf der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen (Klärungsorientierte Psychotherapie). Zum Thema Persönlichkeitsstörungen ist er seit mehreren Jahren als Dozent oder Referent bei verschiedenen Institutionen tätig (u. a. Universität Münster, Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Ärztekammer Westfalen-Lippe, Bundesministerium für Arbeit und Soziales). Fortbildungen erfolgten u. a. in Schematherapie, Dialektisch-Behavioraler Therapie und Spezieller Psychotraumatherapie für Erwachsene. Von 2020 bis 2025 Tätigkeit als externer Psychotherapeut auf Honorarbasis im Justizvollzug in NRW (JVA und Sicherungsverwahrung). Aktuell arbeitet er als selbständiger Gutachter im Straf- und Sozialrecht und als ambulanter Psychotherapeut in eigener Praxis.

Dauer

Donnerstag, 19.03. und Freitag, 20.03. sowie
Donnerstag, 25.06. und Freitag, 26.06.

Donnerstag: 12:00 – 20:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 17:00 Uhr
(jeweils an beiden Terminblöcken)

Insgesamt 4 x 8 UE á 45 Minuten

Ort

Am Kaiserkai 1

20457 Hamburg

Teilnahmegebühr

370,00 € zzgl. USt.

Enthält Verpflegung (Kaffeepause, Mittagspause mit belegten Brötchen, auch vegan)

Anmeldung zur Fortbildung

Die Anmeldung erfolgt über folgendes Online-Formular: Formular zur Fortbildungsanmeldung .

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung, die bis spätestens 14 Tage vor Beginn zu begleichen ist. Eine verbindliche Teilnahmezusage unsererseits erfolgt erst, wenn der Kostenbeitrag (lastenfrei) auf dem Konto des HIGFW gutgeschrieben wurde.

Sie können Ihre Anmeldung innerhalb von 14 Tagen nach Anmeldung kostenfrei und ohne Angabe von Gründen stornieren. Bitte schreiben Sie hierzu eine E-Mail an info@higfw.de .

Stornierungen nach Ablauf dieser Frist sind bis zum Ende des Anmeldeschlusses der Veranstaltung gegen eine Gebühr von 20 % des Teilnahmebetrags möglich, danach leider nicht mehr. Bereits geleistete Zahlungen können in diesem Fall nicht erstattet werden.

Beachten Sie, dass die Fortbildung nur stattfindet, sofern die Mindestgrenze der Teilnehmenden erreicht ist. Sollte diese nicht erreicht werden, erstatten wir Ihnen den vollen Fortbildungsbetrag zurück.

Absolvent:innen der MSH wird ein Rabatt in Höhe von 20 % auf die Teilnahmegebühr gewährt.

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